Schmerzende Füße, schwere Beine und müde Gedanken
Ich muss gestehen, dass ich zu meinen Irish Dance Schuhen ein ziemlich ambivalentes Verhältnis habe. Zum einen macht es unglaublich viel Spaß in ihnen zu tanzen, doch sie können – vor allem wenn sie neu sind – auch unglaublich schmerzen. Den Füßen sieht man den Schmerz oft auch nach längerer Zeit noch wortwörtlich an. Da hilft nur eines – man braucht einen Plan für Erste Hilfe für schmerzende Tanzfüße, schwere Beine und müde gewordene Gedanken. Wie gut, dass ich eine ganze Palette an ätherischen Ölen zu Hause habe, die hier gute Dienste leisten können.
Beine hochlegen nach einer Tanzstunde ist immer eine gute Idee, doch noch besser ist es die Füße und Beine mit pflanzlicher Kraft zu verwöhnen. Glücklicherweise sind in meiner kleinen Kiste, die voll mit ätherischen Ölen ist, auch einige dabei, die schmerzlindernd sind. Und nicht nur das. Sie können auch Muskeln entspannen, die Durchblutung fördern und müde gewordene Gehirnzellen wieder wach werden. So bringen sie die Lebensgeister auf duftende Weise ganz schnell wieder zurück.

Ein Auswahl pflanzlicher Helfer
Es gibt eine ganze Reihe ätherischer Öle, die man für solche Zwecke einsetzen kann. In meiner aktuellen Mischung habe ich mich für folgende entschieden:
Das Trägeröl
Als Basis- bzw. Trägeröl habe ich Arnikaöl gewählt. Arnikaöl ist ein sehr gutes Massageöl, das gleichzeitig hautpflegende wie auch schmerzlindernde Eigenschaften hat, der Muskulatur wohltut und durchblutungsfördernd ist.
Krautig, würzig, holzig
In dieses habe ich folgende ätherische Öle getropft:
Wer regelmäßig MiradaVerde liest weißt welch ein großer Fan ich von ätherischem Lavendelöl bin. Es ist über die Jahre zu so etwas wie einer Allzweckwaffe mutiert. In diesem konkreten Fall soll es seine schmerzlindernde und muskelentspannenden Eigenschaften zum besten geben.
Mit dem Thymian ct. thymol habe ich einen weiteren krautigen Duft gewählt, der aber wesentlich würziger ist als der Lavendel. Das Thymianöl ist ein Klassiker unter den Gelenk- und Muskelölen, das aber gleichzeitig aufbauen und stärkend wirkt und demnach auch die müden Gedanken wieder etwas auf die Sprünge hilft.
Es geht würzig weiter, wird nun aber holziger. Schwarzer Pfeffer durfte nämlich auch in die neue Mischung. Tatsächlich ist das mein neuestes ätherisches Öl, von dem ich mir vor allem die durchblutungsfördernde Wirkung erhoffe.
Medizinisch-frisch
Eigentlich hatte ich im Sinn auch Wintergrün mit reinzumischen, doch zu meiner Überraschung hatte ich keines mehr vorrätig. Um nicht auf den frischen, klaren (manche sagen auch “medizinischen”) Duft zu verzichten habe ich Wacholder als Alternative gewählt. Das tut nicht nur den Muskeln gut, sondern bringt auch den Geist wieder auf Spur.
Für mehr frische sorgt der campherhaltige Rosmarin, der die Durchblutung fördert und den Kreislauf wieder in Schwung bringt.
Klar und modulierend
Wer darf natürlich auch nicht fehlen? Die Zirbelkiefer! Die, die vor Stärke und Kraft strotzt, Verspannungen löst, die Durchblutung fördert und frei atmen lässt.
Eigentlich sollten es diese sieben sein, doch der Duft sagte meiner Nase noch nicht so 100% zu. Warum ist es mir wichtig, dass ich auch wirklich gut leiden kann was einatme oder in diesem Fall sogar auf die Haut auftrage? Erstens steigt die Wahrscheinlich der Verwendung, wenn ich es gut riechen kann und zweitens bin ich davon überzeugt, dass es dann auch “richtiger” oder für einen selbst “passender” ist. Nun habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Rose jeden Duft modulieren kann. Und das war auch hier so. Ihr blumiger Duft kommt überhaupt nicht durch und doch macht sie die Mischung kompletter. Es hat übrigens auch die Rose schmerzlindernde und hautfreundliche Eigenschaften, insofern keinesfalls verkehrt in der Ersten Hilfe Mischung für schmerzende Tanzfüße.

Das Mischverhältnis
Für das Fußöl um die müden Füße und Beine wieder auf Vordermann zu kriegen habe ich eine 3%ige Mischung gewählt – das heißt auf 50 ml Basisöl kommen in Summe 30 Tropfen ätherische Öle. Ob man von sechs verschiedenen Ölen je fünf Tropfen verwendet oder vom einen ein bisschen mehr und vom anderen ein bisschen weniger ist der persönlichen Präferenz geschuldet.
Reibt eure Füße (und ggf. Beine damit ein), steckt sie in warme Socken und gönnt ihnen ein bisschen Pause. So erholen sie sich bestimmt schnell und ihr seid im wahrsten Sinne des Wortes bald wieder auf den Beinen!
Nur der Vollständigkeit halber: Diese Mischung hilft nicht nur Tanzfüßen, sondern auch allen anderen Sport- und Freizeitaktivitäten, die die Füße etwas in Mitleidenschaft ziehen und ein bisschen verwöhnt werden wollen.
- Achtet auf die Qualität! Verwendet Öle, die als 100% natürlich oder naturrein deklariert sind und keine synthetisch oder naturidenten.
- Bei der Erntequalität unterscheidet man zwischen Wildsammlung, Demeteranbau, kontrollier biologischen Anbau (kbA) und konventionallen Anbau.
- Lagert sie richtig! Ätherische Öle mögen es dunkel und kühl. Verwahrt sie außerdem kindersicher.
- Bringt sie nicht mit euren Augen in Kontakt!
- Verwendet sie sparsam; bei ätherischen Ölen ist weniger mehr.
- Wendet das selbe Öl nicht über zu lange Zeiträume an.
- Lest und befolgt die Warnhinweise, die auf den Fläschchen vom Hersteller aufgedruckt sind.
- Verwendet sie nur, wenn auch die Verträglichkeit (vor allem auf der Haut) sichergestellt ist.
- Wendet euch im Zweifel mit allen Fragen an fachkundiges (Verkaufs-)Personal!
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