Als ich zuletzt in Wien war, fanden im Burggarten gerade die Wiener Herbsttage statt. Einmal mehr wurde bestätigt, dass man nie auslernt, denn hier machte ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Apfeldattel, auch Jujube oder chinesische Dattel genannt. Sie hat zwar botanisch weder etwas mit einem Apfel, noch mit einer Dattel zu tun, doch wenn man sie frisch probiert, weiß man sofort warum ihr dieser Name gegeben wurde. Knackig wie ein Apfel, süßlich wie die Dattel.

Die frische Frucht schmeckte mir, deshalb erstand ich ein Säckchen getrockneter Apfeldatteln verschiedener Sorten. Beim Kauf bekam ich noch den freundlichen Hinweis, dass man sie nicht nur einfach so als Trockenobst essen kann, sondern auch Tee zubereiten oder Eintöpfen einen neuen Geschmack verleihen kann. Als erstes versuchte ich den Tee, den ich euch nicht vorenthalten möchte, weil er wirklich gut ist! Die Apfeldattel gemeinsam mit frischem Apfel, fruchtigen Hagebutten, Ingwer, holzigem Zimt ergibt einen wohlig wärmenden Tee, der würzig ist ohne scharf zu sein und ein sehr feines, fruchtiges Aroma hat. Perfekt für die immer kälter werdenden Herbsttage!

Und so geht’s:
- 3 getrocknete Apfeldatteln grob schneiden (Achtung, in der Mitte ist ein Kern), 2-3 Scheiben Ingwer, 1/4 säuerlicher Apfel in Scheiben geschnitten und 1 TL getrocknete Hagebutten in eine Teekanne geben.


- 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, 2-3 Minuten abkühlen lassen und damit die vorbereiteten Früchte übergießen.
- Den Tee 8 Minuten ziehen lassen.
Natürlich kann man den Tee nach Belieben süßen, ich würde euch aber empfehlen ihn erst mal ohne zusätzliche Süße zu probieren, denn nur so könnt ihr seinen feinen Geschmack wirklich erkennen.
Ich habe den Tee später auch noch mit zusätzlichen Kräutern wie Thymian und Salbei versucht, aber auch diese Kräuter decken den Geschmack tendenziell zu.
Rezept ausprobiert?
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