Wenn man den Satz “Jede Hand eines Büschels enthält etwa 10 – 20 Finger” liest, dann denkt man wahrscheinlich nicht unbedingt an eine Banane. Wenn man überhaupt eine Idee hat was es bedeuten könnte. Doch dieser Satz hat tatsächlich etwas mit Bananen zu tun! Genauer gesagt mit deren Früchte, die wir so gerne als Obst verzehren. Jede Banane wird nämlich als “Finger” bezeichnet. Im Verbund – zwischen 10 und 20 – ergibt eine “Hand”. Und viele Hände ergeben ein Büschel – also den gesamten Fruchtstand. Im Vergleich zu dieser Information erscheint die Tatsache, dass es sich bei der Banane um eine Beere handelt, fast schon langweilig.

Tja – so ist das. Man denkt man kennt Pflanzen wie die Banane, doch es gibt immer etwas, das man eben nicht weiß. Aber von vorne:
Banane botanisch
Der Botaniker nennt die Gattung Banane “Musa”, sie gehört zur Familie der Bananengewächse “Musaceae”. Insgesamt umfasst diese 83 Arten. Sie eint, dass es sich um immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen handelt. Während unsere Zierbananen im Topf vielleicht einen halben Meter hohe Blätter besitzen, können andere Arten bzw. in freier Natur oder entsprechenden Gewächshäusern mehrere Meter hoch wachsen.

Die letzten zwei richtig großen Exemplare habe ich jeweils in England getroffen. Die eine in Compton Acres Gardens, Poole, die andere in den Royal Botanic Gardens, Richmond bei London. Das Foto mit der Blüte stammt aus den Gewächshäusern letzterer. Leider war ich zu unaufmerksam um nachzusehen welche Art Banane solch eine Blüte hervorbringt, denn sie sehen doch von Art zu Art recht unterschiedlich aus.

Die süße Frucht „Paradiesfeige“
An essbaren Bananen unterscheiden wir vor allem Dessert- und Kochbananen. Beides Züchtungen bzw. Sorten der Art Musa × paradisiaca. In früheren Zeiten war der deutsche Trivialname dem lateinischen noch sehr viel ähnlicher. Man nannte die süße, fremde Frucht “Paradiesfeige”.


“Ca. 1880 gab es in England die ersten Bananen von den Kanarischen Inseln (wo sie schon seit ca 1500 angebaut wurden). 1892 wurden erstmals Bananen in deutschen Kolonialwarengeschäften angeboten.” Austria-Forum. Die ersten Bananen in Europa. Als ich gelesen habe, dass sie wohl über England nach Europa kamen, musste ich tatsächlich lachen, denn als ich vor zwei Jahren in Portsmouth war, lag dort zwischen all den Kriegsschiffen jener Frachter, der heutzutage – laut Information bei der Hafenrundfahrt – 70% aller Bananen, die in Großbritannien verzehrt werden, über den Seeweg anliefert.

Wer jetzt richtig Lust auf Bananen bekommen hat: Lasst sie euch schmecken! Sie ist reif nicht nur wirklich süß, sondern auch noch gesund. Dafür sorgen viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Antioxidantien.
Verwendete Literatur:
- Royal Botanic Gardens Kew. Plants of the World Online. Musa.
- Wikipedia. Bananen.
- Wikipedia. Dessertbanane.
- Wikipedia. Kochbanane.
- Botanischer Garten Karlsruhe. Bananen.
- Austria-Forum. Die ersten Bananen in Europa. 3.11.2009, aktualisiert 29.11.2011.
- Eat smarter. 7 Gründe: Darum sind Bananen gesund! 14.11.2024.
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