Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) wie auch die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) (am Foto) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Primula leitet sich von „Primus“ ab und dies bedeutet wörtlich „die Erste“. Erstere hat sogar noch „veris“ für „Frühling“ im botanischen Namen. Und sie gehört eindeutig zu den ersten Blüten, die uns im Frühling auf den Wiesen erfreuen! 

Um die Echte – von der Hohen Schlüsselblume zu unterscheiden, muss man schon ziemlich genau hinsehen. Im allgemeinen sind die Blüten der Hohen Schlüsselblume heller und der Schlund goldgelb. Einen guten Hinweis gibt der Standort, denn während sich die Echte Schlüsselblume auf trockenen Wiesen, im Gebüsch und in lichten Wäldern auf lockeren kalkhaltigen Böden wohlfühlt, findet man die Hohe Schlüsselblume auf feuchten Wiesen, in Auwäldern und in der Nähe von Bächen.

Um den goldgelb blühenden Frühblüher ranken sich zahlreiche Mythen und Sagen. Erstaunlich viele darum wie dieser zu seinem deutschen Trivialnamen kam. Die wahrscheinlich bekannteste Geschichte ist, dass Petrus seinen Schlüsselbund fallen ließ, als er die Himmelspforte aufschließen wollte. Wo die Schlüssel auf die Erde fielen wuchs die erste Schlüsselblume. Aber auch in ihrem Erscheinungsbild wollen manche einen Schlüsselbund erkennen. 

Auch wenn man unter der „Arznei-“ die „Echte Schlüsselblume“ versteht, kann man zumindest auch in der Volksmedizin die „Hohe Schlüsselblume“ für Tees verwenden. Vor allem in Sachen Husten hat sie sich einen Namen gemacht. Die freundlich gelben Blüten lassen sich aber auch perfekt als frühlingshafte Garnitur in Salaten oder sogar Süßspeisen, wie der Skyrtorte verwenden. Eine hübsche Wildkräuterblütendekoration lässt alles gleich noch viel besser schmecken! 

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