Letztens wurde ich in einem Gespräch über’s Räuchern gefragt, ob man denn auch heimisches Baumharz zum Räuchern verwenden könnte. Auch wenn man vielleicht sofort den Duft von Weihrauch in der Nase hat, wenn es um’s Räuchern geht, kann man natürlich genauso gut die goldenen Harzstücke unserer heimischen, immergrünen Riesen verwenden! Sie lassen sich wunderbar räuchern – die Fichte und Zirbe gehören dabei zu meinen absoluten Lieblingen. Deshalb soll es heute auch darum gehen Fichtenharz zu räuchern!

Fichtenharz zu räuchern macht aus mehreren Gesichtspunkten absolut Sinn. Die keimtötende Wirkung ist ein sehr praktischer Grund, der sich vor allem Winter wirklich bezahlt macht um dem Immunsystem ein bisschen Hilfestellung zu geben. Doch der harzige Duft des verräucherten Fichtenharzes wirkt natürlich auch auf’s Gemüt. Es riecht nach Wald was wiederum mit Natur pur, Ruhe und Entspannung gekoppelt ist. Nicht verwunderlich, dass es im Nu eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre schafft, die seinesgleichen sucht, klärt aber den Geist wie bei einem Winterspaziergang und sorgt so auch für mehr Konzentration.

Fichtenharz kann man in Apotheken, Reformhäusern etc. kaufen – dies lässt sich dann sofort verräuchern. Davon frisch gesammeltes Harz aus dem Wald zu verräuchern kann ich euch nur abraten. Es muss nämlich gut ausgehärtet sein um es für diesen Zweck zu verwenden, man sagt idealerweise 3 Jahre. Wer es früher verwendet sollte zumindest drauf achten, dass es nicht mehr klebrig ist.

Die Fichte lässt sich übrigens gut mit anderen Pflanzenteilen zur Räucherung kombinieren. Mit den dunklen Beeren des Wacholders beispielsweise für mehr Tiefe. Die Fichte darf bei mir auch in keiner Silvester- oder Neujahrsmischung fehlen. Wer es etwas frischer mag, der kann auf Quittenschalen setzen.
Ich hoffe, dass auch euch die Fichte in Sachen Immunsystem dienlich ist und euch etwas Entspannung und Geborgenheit schenkt.
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