Der Palmsonntag steht vor der Tür. Abgesehen davon, dass es damit allerhöchste Zeit ist die Palmbuschen zu binden, könnt ihr zusätzlich auch noch Palmbrezen backen um diese auf eure Palmbuschen aufzubinden.
Mir war die Palmbreze ehrlich gesagt lange unbekannt, doch im Salzburger Land scheint sie weit verbreitet zu sein. Und wie bei jedem Traditionsgebäck gibt es natürlich auch zu ihr Geschichten über Herkunft, Bedeutung und Sinn. Ebenfalls nicht verwunderlich ist, dass sich diese auch voneinander unterscheiden, wenngleich sie sich in diesem Fall zumindest nicht widersprechen.
So soll die Palmbrezen der Besitzer ursprünglich Wegzehrung gewesen sein, wenn dieser am Palmsonntag am Weg von der Kirche nach Hause unterwegs war. Das klingt für mich plausibel. Am Palmsonntag befand man sich schon länger in der Fastenzeit, der Sonntag die Ausnahme dieser wo man auch süßes Gebäck verspeisen durfte und der Weg zur Kirche war – vor allem in ländlichen Gebieten – oft weit und musste dennoch zu Fuß zurückgelegt werden.
Mancherorts werden die Brezen als Haussegen gemeinsam mit dem Palmbuschen aufbewahrt. Dazu finde ich gehört aber wirklich eine gehörige Extraportion Disziplin. Das frisch gebackene Formgebilde riecht nämlich richtig gut und schmeckt natürlich auch dementsprechend. Weiter verbreitet ist aber bestimmt, dass die Palmbrezen nach der Kirchweihe als süße Köstlichkeit verspeist wird!
Zur Form der Brezen gibt es zwei verschiedene Überlieferungen. Eine davon ist, dass die drei Aussparungen der Brezen für die Dreifaltigkeit stehen. Die andere ist, dass die in sich verschlungenen Stränge der Breze für einen ins Gebet vertieften Menschen steht.
Und so geht’s:
- 200 ml Milch, 10 g Germ (frisch), 90 g Sommerbutter, 300 g Weizenmehl glatt Typ 700, 17 g Feinkristallzucker und 1 Ei zu einem Germteig verarbeiten.
- Den Germ-/Hefeteig 2 – 3 mal an einem warmen Ort gehen lassen.

- Den Teig noch einmal zusammenschlagen und in 12 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer langen Schlange rollen und eine Breze daraus formen. Kleiner Tipp: Je triebiger euer Teig ist, desto größer müssen die Lücken der Breze selbst sein. Sonst wachsen sie beim Backen schon auch mal zu Knöpfen zusammen.

- Mit reichlichem Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einem verquirlten Ei bestreichen, damit sie schön glänzend werden.
- Die Palmbrezen im vorgeheizten Backrohr bei 180° C Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen.

- Das frische Gebäck am Blech vollständig erkalten lassen, ein buntes Bändchen durchfädeln und auf den Palmbuschen aufbinden.

In diesem Sinne viel Spaß beim Backen und lasst euch die frischen Palmbrezen schmecken!

Wer eine Anleitung zum Palmbuschen binden braucht, der klickt am besten auf die nächste Box. Hier findet ihr eine Anleitung dazu!
Rezept ausprobiert?
Mehr MiradaVerde
Du möchtest regelmäßig Information und Inspiration um Pflanzen mit allen Sinnen zu erleben? Hole dir heute noch den gratis Newsletter und bekomme jeden Sonntag einen Wochenrückblick als E-Mail. Jetzt anmelden
