Kichererbsen sind so etwas wie die Superstars unter den Hülsenfrüchten. Nicht nur, dass sie einiges an pflanzlichen Proteinen liefern, sie haben auch noch Eisen und Calcium sowie jede Menge Ballaststoffe an Board. Letztere sind wichtig für die Darmgesundheit, wenn man sie jedoch nicht gewohnt ist, dann hat das durchaus auch unangenehme Nebenerscheinungen wie Blähungen. Heute wollen wir uns die Pflanze selbst ein bisschen näher ansehen, die diesen Superstar für die Küche produziert. Getrocknet und gegart kennt man sie üblicherweise ganz gut. Aber hättet ihr sie auch – wie am Foto – auch frisch von der Staude erkannt?

Die Kichererbsenpflanze
Botanisch heißen die Kichererbsen Cicer arietinum und gehören wie gesagt zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die ganze Pflanze wird etwa einen Meter hoch. Auch wenn sie sich im Wuchs vollkommen unterscheiden, erinnern mich die Blätter an jene der Pimpinelle. Es sind viele kleine, leicht gezähnte Blättchen, die unpaarig gefiedert, wechselständig angeordnet am Laubstiel sitzen.
Aus den Blattachseln heraus wachsen dann die Blüten, die später zu Samen ausreifen. Die Schale bzw. Hülse hat eine grünliche Farbe, sie sind zwischen 1 und 3 cm groß und in ihr sitzt der Samen, den wir eben als Kichererbse kennen.

Die weißlich-gelblichen, cremefarbigen Früchte werden in der Regel getrocknet oder bereits gegart im Glas oder in der Dose verkauft. wenn man getrocknete Kichererbsen essen möchte, müssen sie vor dem Verzehr unbedingt erhitzt werden um das – für den Menschen giftige – Lektin-Protein Phasin zu zerstören. Das Einweichen der Früchte und das Erhitzen auf mindestens über 70°C hat also seinen Sinn!

Warum Kichererbsen essen?
Dass sich die Kichererbse am Teller durchaus sehen lässt und längst nicht nur für Veganer Sinn macht, zeigt ein Blick auf die Nährwerte. 100 g essbare Kichererbsen liefern 317 kcal Energie, etwa 19 g Eiweiß, 6 g Fett, 40 g Kohlenhydrate und gut 16 g Ballaststoffe. (vgl. Bundeslebensmittelschlüssel der deutschen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Kichererbse reif. Letzter Zugriff: 19.1.2026) Ihr Reichtum an Vitaminen und Spurenelementen macht sie nur noch attraktiver.

Anbau
Kichererbsen werden in Österreich derzeit nur in kleinen Mengen angebaut. Und hier aufgrund der klimatischen Bedingungen eher nur im Osten. Nässe mag diese Hülsenfrucht überhaupt nicht, Frost noch viel weniger, mit Hitze hingegen kommt sie gut zurecht. Wer hierzulande also anbaut, der muss bis April / Mai die Fröste abwarten. Die Ernte erfolgt dann im August bzw. September. (vgl. AGES. Kichererbse. Aktualisiert. 9.10.2025. Letzter Zugriff: 19.1.2026) Hauptproduzenten sind fernöstliche Ländern, allen voran Indien.
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